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Victor Janukowitschs Palast

Aus Schmalenstroer/wiki

Victor Janukowitsch war Präsident der Ukraine bis er Anfang 2014 vom Euromaidan aus dem Amt gejagt wurde und aus dem Land floh. Auslöser der Maidan-Proteste war auch die grassierende Korruption im Land. Zum Symbol wurde die ehemalige Staatsresidenz Meschyhirja [1] ein paar Kilometer außerhalb von Kiew, die von Janukowitsch über undurchsichtige Kanäle privatisiert und luxuriös umgebaut wurde.

Nachdem Janukowitsch geflohen war, stürmten Demonstranten das Gelände und besetzten es. Es wurde aber nicht umfassend geplündert, sondern blieb erhalten. Die Bilder des luxuriösen Anwesens gingen um die Welt und sorgten zusätzlich dafür, das Janukowitsch-Regime zu diskreditieren. Die Bilder des goldenen Brotes und der Toiletten gingen um die Welt. Gerade die Kombination aus verschwenderischem Luxus, sündhaft teurer Einrichtung und unglaublich schlechtem Geschmack erregte Aufmerksamkeit.

Im Anschluss wurde das Anwesen zu einem Museum. Damit ist es das einzige kontemporäre Milliardärsanwesen, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. Andere Oligarchen, andere Milliardäre besitzen ebenfalls entsprechende Paläste, die im Zweifelsfall auch noch größer ausfallen. Nur kommt man dort nicht herein und selbst Bilder aus dem Inneren sind selten. Daher ist Janukowitschs Palast ein seltener und lohnenswerter Einblick in das Leben der Superreichen.

Diese Fotos entstanden während eines Besuchs im Herbst 2015. Die Residenz ist von Kiew mittelgut zu erreichen - man muss zur Endstation der Metro fahren und dann mit Händen, Füßen und fehlenden Ukrainisch-Kenntnissen ein Taxi organisieren.

Weiter gehts hier: Victor Janukowitschs Palast, Teil 2